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Florian Scheuer zum Economic Theory Fellow gewählt

Porträt Florian Scheuer

2022-01-04: Die Society for the Advancement of Economic Theory (SAET) ernennt Florian Scheuer zum Economic Theory Fellow. Economic Theory Fellows werden aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz, Originalität und Führungsqualitäten, hohen ethischen Standards sowie ihrer wissenschaftlichen Leistungen gewählt. Die wichtigste Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass ihre Arbeit die ökonomische Theorie wesentlich weiterentwickelt hat. Herzlichen Glückwunsch!

Society for the Advancement of Economic Theory (SAET)


Karriereknick Mutterschaft – Dossier von Josef Zweimüller im «Schweizer Monat»

Porträt Josef Zweimueller

2021-12-03: Noch immer gibt es erhebliche Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern. Der grösste Teil der Gehaltsschere ist nach wie vor auf Mutterschaft zurückzuführen. Denn ab der Geburt des ersten Kindes fallen die Gehälter von Müttern stark hinter jene von Männern und kinderlosen Frauen zurück. Der "Child Penalty" misst den Einkommensunterschied zwischen Müttern und Frauen ohne Kinder. Schweizer Mütter verdienen im Durchschnitt im Jahr nach der Geburt des ersten Kindes 60 Prozent weniger als vor der Mutterschaft. Dieser Wert bleibt in den Folgejahren konstant. Die Schweiz hat sogar einen der höchsten Child Penaltys der OECD-Länder.

Empirische Studien haben gezeigt, dass familienpolitische Massnahmen wie verlängerter Elternurlaub, jahrelange Arbeitsplatzgarantie oder vergünstigte Kinderbetreuung den Child Penalty nur kurzfristig beeinflussen. Geschlechternormen – genauer gesagt die Rolle der Frau im Spannungsfeld von Familie und Beruf – spielen beim Gesamtmass des Child Penalty eine grössere Rolle: Je konservativer das Umfeld, desto höher der Child Penalty. In konservativen Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Child Penalty um ein Vielfaches höher als in den gesellschaftlich liberalen Ländern Skandinaviens. Deshalb plädiert Joseph Zweimüller dafür, die Faktoren besser zu untersuchen, die dafür verantwortlich sind, dass an den konservativen Geschlechternormen festgehalten wird, um schliesslich die bestehenden Ungleichheiten zwischen Männtern und Frauen abbauen zu können.

Schweizer Monat


Global Gateway – EU Konkurrenzprojekt zur «Neuen Seidenstrasse»

Ralph Ossa SRF Tagesschau

2021-12-01: China hat mit seinem Projekt «Neue Seidenstrasse» in vielen Ländern viel Geld in Infrastrukturprojekte investiert. Nun setzt die EU mit ihrem Konkurrenzprojekt «Global Gateway» ein starkes geopolitisches Gegengewicht. 300 Milliarden Euro will die EU für Umweltschutz, Gesundheit, Energie und Transport in Schwellen- und Entwicklungsländern investieren. Das Projekt soll einerseits lokale Bedürfnisse erfüllen und andererseits die globalen Herausforderungen anpacken können, so EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dies ist ein neuer strategischer Ansatz für Investitionen. Anders als China will die EU bei der Finanzierung die Privatwirtschaft einbinden. Die Länder, in denen investiert wird, sollen mit der EU eine vertrauenswürdige Partnerin haben. Den EU-Staaten soll «Global Gateway» Wettbewerbsvorteile bringen, betont von der Leyen.
 
Wie realistisch ist dieses Vorhaben angesichts der enormen Anstrengungen Chinas? Die europäische Antwort darauf unterscheidet sich vor allem in zwei wesentlichen Punkten, erklärt Ralph Ossa: «Zum einen, was das Investitionsvolumen angeht. Der chinesische Plan ist ungefähr dreimal grösser als der europäische. Der zweite grosse Unterschied liegt in den Investitionsschwerpunkten. Die Chinesen investieren vor allem in Transportinfrastruktur. Die Europäer setzen andere Schwerpunkte, zum Beispiel bei der Digitalisierung.» Die EU kann, so Ossa, mit ihrem Programm eine wertvolle Alternative bieten für jene Länder, die bisher gar keine andere Wahl hatten, als mit den Chinesen zusammenzuarbeiten, weil sie die Infrastrukturprojekte dringend benötigen.

SRF Tagesschau


Die Zurich Graduate School of Economics sucht neue Doktorierende

Virtuelles Schachspiel

2021-11-03: Die Zurich Graduate School of Economics (Zurich GSE) rekrutiert neue PhD-Student*innen. Das Anmeldefenster ist jetzt offen.


 

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ECON Teaching Center erhält Lehrkredit für Projekt zur Gamification von Lerninhalten

Virtuelles Schachspiel

2021-10-22: Mit dem Lehrkredit fördert die Universität Zürich Innovationen in der Lehre und die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Lehrformaten. Das ECON Teaching Center erhält für seine Projektidee einen Lehrkredit der UZH. Ziel des Projektes «Gamification der Lerninhalte» ist es, die Lernmöglichkeiten der Studierenden um eine spielerische Methode zu erweitern. Ein browserbasiertes Spiel soll die Vorlesungsinhalte aufnehmen und mit Kompetenzerleben, Selbstbestimmung, sozialer Einbindung und Bedeutung kombinieren. Auf spielerische Weise werden die Studierenden durch alle Taxonomiestufen in einer Spieleinheit geleitet. Das Projekt führt zu mehr aktiver Lernzeit und einem Verständnis der Anwendungen der Lerninhalte in der Praxis. Mehrwert für die Lehre ergibt sich aus interdisziplinärer Übertragbarkeit, Portfolioerweiterung der Lehrmöglichkeiten und effizienter Anwendung der Taxonomiestufen. Das Spiel wird für das von Prof. Ulf Zölitz unterrichtete Modul Mikroökonomik 1 entwickelt.

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